Achtsames Gehen
Schritt für Schritt entspannt


Kennst du diese Momente als Mama, wenn du von A nach B möchtest und dein Kind aber an jeder Blume und jedem Stein noch einmal anhält, um sich alles genau anzuschauen? Genau so ging es mir gestern. Ich wollte im Regen schnell nach Hause und meine Kleine wollte noch an die Stelle, wo wir vor drei Tagen die Schnecke gesehen hatten… Als ich mein inneres Struggeln bemerkte, musste ich unweigerlich lächeln.
Es half nichts – also musste eine neue Strategie her, und irgendwie hörte sich der Regen auf meiner Kapuze auch schön an.

Also, was tat ich. Ich nutze den Moment für eine Übung.

 

Achtsames Gehen


Doch was ist Achtsames Gehen genau? Denn sicherlich wirst auch du jetzt sagen: ich gehe jeden Tag.
Und genau dies macht die Gehmeditation zu seinem so kraftvollen Tool. Wir brauchen nichts dazu, keine Sportsachen, keinen bestimmten Ort, keine bestimmt Uhrzeit. Alles was wir benötigen sind: Schritte und Atemzüge

 

Genial einfach – einfach genial


Das macht Achtsames Gehen zur besten Achtsamkeitsübung in unserem Mama-Alltag. Wann immer du aufgewühlt bist, die Kinder nicht so schnell mitkommen oder du mit dem Kinderwagen unterwegs bist, kannst du die Gehmeditation nutzen, um wieder bei dir selbst anzukommen – ganz nebenbei. Ich nutze es immer wieder als kurzen Check-In im Laufe des Tages, um für einen Moment wahrzunehmen, wie es mir gerade geht.

 

Beim Achtsamen Gehen ist der Weg das Ziel


Wie ich dir schon erzählt habe, war ich komplett im Modus und wollte schnell von A nach B. – Ich hatte das trockene Ziel schon vor Augen. Gehen ist für die meisten von uns nur Mittel zum Zweck. Wir erledigen viele Sachen nebenbei oder schauen auf unser Handy und sind uns häufig dieser Tatsache gar nicht mehr bewusst. Manchmal wundern wir uns sogar, wie wir von A nach B gekommen sind.
Oder wir laufen einfach nur so vor uns hin und tragen mit jedem Schritt unsere Gedanken und Sorgen mit uns rum. Allein, wenn ich dies jetzt schreibe, fühlt es sich schon schwer und belastet an. Kannst du das auch nachempfinden?

Was macht den Unterschied?


Beim Achtsamen Gehen lassen wir die Gedanken in den Hintergrund treten. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit bewusst und vollständig auf die Tätigkeiten des Gehens und die Atmung. Indem wir dies tun, kommen wir wieder in diesem Augenblick an und sind wieder ganz im Hier und Jetzt.
Präsent in diesem Moment.

Unser Körper kennt nur eine Zeit und nur einen Ort: Jetzt & Hier.

Wenn wir unserem Gehirn eine Aufgabe geben und wir uns mit unserem Atem und unseren Schritten beschäftigen, haben wir, wenigstens für diesen Moment, nicht mehr die Möglichkeit, um uns wieder um unsere bekannten Probleme zu drehen. Und uns letztlich in ihnen zu verstricken. Wir schaffen einen Ausstieg aus dem Gedankenkarussel und schenken uns selbst einen Moment der Ruhe. Durch diese Inseln werden wir auch im Alltag entspannter und können schneller abschalten.

Der Weg wird zu deinem Ziel

 

Achtsames Gehen im Alltag praktizieren


Wann immer dir danach ist, kannst du das Achtsame Gehen praktizieren. Von außen sehen die Schritte vielleicht etwas verlangsamt aus oder du wirkst in dir selbst versunken. Dadurch ist es jederzeit anwendbar und schafft dir selbst Raum, um in wenigen Schritten aus dem sonst getriebenen Alltag auszusteigen.

 

Was brauche ich für das Achtsame Gehen?


Zum Achtsamen Gehen benötigen wir unsere Aufmerksamkeit, Schritte und unseren Atmen.

Wir werden zur eigenen Beobachterin und bringen unsere gesamte Aufmerksamkeit auf den Bewegungsablauf des Gehens und der Wahrnehmung der Ein- und Ausatmung.

 

So erlernst du das Achtsame Gehen


Zu Beginn des Übels kann es sein, dass dich deine Gedanken immer schnell wieder einholen, vielleicht kennst du dies auch von deiner Meditationspraxis. Je mehr wir üben, um so leichter fällt es uns, mit unserem Fokus bei unserer Bewegung und unserem Atem zu bleiben.
Es empfiehlt sich, dass du das Achtsame Gehen zunächst in einer ablenkungsarmen Umgebung übst, beispielsweise Zuhause, bevor du beginnst, es im Alltag zu erproben. Denn nur, wenn du mit deiner Aufmerksamkeit bei deinem Tun bleiben kannst, kannst du den vollen Effekt des Achtsamen Gehens für dich nutzbar machen.

 

Fokus und Intention


Bevor du den ersten Schritt machst, halte kurz inne und nimm deinen Körper für einen Moment wahr. Es ist wie ein kurzer Check-in bei dir selbst. Dieses kurzes Innehalten ist wie ein Tor in deinen Entspannungs-Modus. Bringe dann die Aufmerksamkeit zu deiner Atmung und nimm beim Ausatmen den Kontakt der Füße mit dem Boden wahr.

Beginne mit kurzen Wegen


Ein Geheimnis, um das gute Gefühl in deinen Tag zu integrieren, sind kleine Strecken und wenige Schritte. Beginne beispielsweise mit 10 Schritten, langsam und konzentriert, so dass du deinen Fokus halten kannst. Fange besser mit weniger Schritten an und steigere dich dann langsam.

Falls deine Gedanken abschweifen: Nicht schlimm. Kehre mit dem nächsten Atem wieder in deinen Fokus zurück. – Und weiter geht es.

Achtsames Gehen im Alltag


Wenn du eine Weile das Achtsame Gehen geübt hast, wird es dir immer leichter fallen, es erst in der Natur und später auch in der Hektik des Alltags zu praktizieren.

Wie schnell kann ich gehen?
Das Tempo spielt beim Achtsamen Gehen keine Rolle. Allerdings ist es empfehlenswert, mit einem langsamen Tempo zu beginnen, da du so leichter den Fokus bei dir und deinem Atem halten kannst. Bist du geübter, kannst du auch mit dem Tempo spielen oder es auf ‚Achtsames Joggen‘ ausweiten. Der Anwendung sind hier keine Grenzen gesetzt.

3 Tipps für deine Praxis


1. Tipp – Barfuß gehen

Gerade jetzt im Frühjahr und Sommer ist es herrlich, Barfuß zu gehen. Übe so oft du kannst ohne Schuhe, denn so wirst du noch leichter den Zugang zu dir selbst finden und noch leichter bei dir ankommen.

2. Tipp – Schenk dir ein Lächeln

Gehe so, als würdest du dir selbst ein Lächeln für diese Erfahrung schenken – das Leben ist sonst schon ‚hart‘ genug.

3. Tipp – Übung macht den Meister

Und wenn dein Geist vielleicht doch mal abschweift und du dir eine schöne Blume anschauen willst, dann bleibe stehen und schaue sie bewusst an. Schenk dir dann selbst wieder ein Lächeln und starte mit deinem Check-In und dem nächsten ersten Schritt.

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